Der beste Job der Welt!
Wie müsste der wohl aussehen? Sicher, jeder hat da andere konkrete oder weniger klare Vorstellungen, was für ihn oder sie den perfekten Job ausmachen würde. Aber das Marketing-Konzept Australiens ist offenbar voll aufgegangen. Und mal ehrlich, wer träumt denn bitte nicht davon an weißen Sandstränden bei immer strahlend blauem Himmel arbeiten zu dürfen, wenn die die Arbeit aus der Tätigkeit besteht, einen Blog schreiben zu müssen? Und er erledigt seine ihm übertragene Aufgabe gut. Eine halbjährige Auszeit? Warum nicht? Wem würde denn ernsthaft das städtische Leben für die kurze Zeit fehlen? Workerholics vielleicht und Künstlern, die ihre Inspiration aus der Gesellschaft, die sie umgibt, speisen. Aber je mehr man darüber hört und liest, desto mehr schwillt zumindest bei mir der Wunsch nach einer ganz besonderen Auszeit.
Diese könnte man sich natürlich auch selbst gestalten um für eine gewisse Zeit dem Alltag und dem deutschen Arbeitsdruck zu entfliehen. Doch die dahinter stehende Idee ist wirklich geradezu perfekt. Ben Southall hat es geschafft sich zwischen 34.000 Bewerbern zu behaupten und macht damit nicht nur sich, sondern auch die Werbestrategen, die Erfinder dieser Aktion glücklich.
Und wer weiß? Vielleicht bringt ihn das sogar auf seinem Karriereweg ein Stück weit voran. Zumindest generell sind Auslandsaufenthalte ja eher ein Pluspunkt und gehören heute fast schon zum guten Ton. Es macht sich ja auch gut im Lebenslauf seine Fremdsprachenkenntnisse durch eine Studien- oder Arbeitszeit im Ausland untermauern zu können. So lange man nicht Jahrelang durch die Welt tingelt und work & travel als Traubenpflückerin macht – und selbst diese Tätigkeit wird es wohl nicht verhindern können, dass man die Landessprache perfekt lernt – ist doch gegen keine Form von Auszeit im Ausland etwas einzuwenden. Nicht für umsonst werden in vielen Unternehmen auch Betriebsausflüge unternommen, um eben die tägliche Routine zu durchbrechen und den Mitarbeitern neue Motivation zu verschaffen.
Und damit schließt sich der Kreis wieder. Denn ganz klar ist wohl, dass Abwechslung etwas Wünschenswertes für jeden Beruf ist, unabhängig der Branche, in der man tätig ist. Nichts ist schlimmer als ohne neue Inspiration immer dieselben Handgriffe verrichten zu müssen. Ich glaube, dass der perfekte Job sehr stark von individuellen Vorstellungen und Zielen geprägt ist und sich nicht pauschal beschreiben lässt. Mindestens so schwierig wie den perfekten Job für einen selbst zu finden, ist es wohl sich darüber klar zu werden wie dieser definiert ist. Darüber werde ich jetzt noch nachdenken und hoffe, dass mir eine spezifische Lösung zu meinem spezifischem Problem einfällt.

